(Konkurrenz belebt das Geschäft)
In dieser Woche hat die britische Firma Serif ihren Photoshop-Herausforderer Affinity Photo in der Version 1.5 ins Rennen geschickt. Für Mac gibt es Affinity Photo schon seit 2015. Mit dem aktuellen Release ist nun auch die Windows-Version dem Beta-Stadium entwachsen. Affinity Photo kostet 39,99 Euro.
Update 06.01.2017: Seit dem heutigen Tag kostet Affinity Photo wieder 49,99 Euro.
Affinity Photo
Nicht nur der Preis ist eine Kampfansage an Adobes Photoshop. Im Gegensatz zu Photoshop müssen Sie Affinity Photo nicht monatlich mieten, es wird klassisch als uneingeschränkt zu verwendende Lizenz gekauft. Affinity Photo ist in vielen Funktionen (und im Funktionsumfang) Photoshop sehr ähnlich bis identisch.
Übersicht der Bearbeitungs-Werkzeuge für die RAW Entwicklung in Affinity Photo. (Klicken zum Vergrößern)
Das Programm kann Einiges was Photoshop nicht kann, es hat zum Beispiel ein umfangreicheres HDR- und Panorama-Modul, kann Focus Stacking und hat eine Live-Vorschau der Mischmodi. Und Affinity Photo kann einiges nicht/nicht so gut was Photoshop kann, wie zum Beispiel die Raw-Entwicklung, die Pinselmöglichkeiten, Performance und Stabilität. Und an das noch etwas inkonsistente Persona-Konzept muss man sich auch erst noch gewöhnen.
Doch Eingewöhnung gehört ja bei jedem neuen Computerprogramm dazu. Viel entscheidender ist, dass Affinity Photo endlich die Konkurrenz zu sein scheint, die das Geschäft belebt und den Quasi-Bildbearbeitungs-Monopolisten Photoshop herauszufordern mag.
Die Werkzeuge von Affinity Photo. (Klicken zum Vergrößern)
Nicht das ich etwas gegen Photoshop hätte. Ganz im Gegenteil, nach dem ich mich lange mit dem Einstieg in Photoshop herumgequält habe, kommen wir beide wunderbar miteinander klar und der Griff zu Photoshop geht mir längst ebenso leicht von der Hand wie der zu Lightroom. Für alles was in Lightroom nicht geht greife ich schon längst ganz automatisch zu Photoshop. Dennoch, ich freue mich über den frischen Bildbearbeitungswind und bin gespannt ob und wie sich Affinity Pro und Photoshop weiterentwickeln und wie sich die beiden Kontrahenten in Zukunft gegenseitig „befruchten“ werden.

Die Live Mischmodi von Affinity Photo.
Nicht nur für jene, denen das Miet- und Cloud-Modell von Adobe nicht geheuer ist, lohnt sich der etwas genauere Blick auf Affinity Photo. Bei dem Preis lohnt sich die Beschaffung schon alleine wegen der zusätzlichen Funktionen, wie zum Beispiel dem Focus Stacking Modul, der umfangreicheren HDR- und Panoramafunktion und dem besseren Dunst-entfernen-Filter.
Das Stitchen der Einzelbilder für ein Panorama kann automatisch erfolgen und zusätzlich können die Bilder einzeln verschoben und montiert werden. (Klicken zum Vergrößern)
Neben Lightroom und Photoshop wird Affinity Pro wohl bald auch auf RAW TeVau vorkommen, und vielleicht auch eine Rolle bei unseren Bildbearbeitungs-Workshops spielen.
Eine erste schnelle Übersicht der wichtigsten Affinity Photo Funktionen liefert das Trailer Video des Herstellers. Affinity Photo kann direkt beim Hersteller heruntergeladen, bzw. gekauft werden:
© Alle Fotos und Grafiken: Serif (Europe) Ltd.
Hi,
ich überlege schon länger mich von der Adobe Cloud zu lösen. Wir ist da einfach zu teuer und diese Preisanfrage ist wirklich eine Ansage. Gerade das Panorama-Modul ist für mich sehr interessant, ich liebe Panorama. Das Video überzeugt mich wirklich!
Werde mir das ganze mal überlegen. hört sich gut an. Vielen Dank.
Grüße Jens
Hallo!
Laut dem Buch von Markus Wäger über Affinity Photo soll dieses Programm bei der Retouche besser als Photoshop ausgestattet sein. (Stand Versin 1.4 – die Windows Version ist 1.5) Besonders bei den Ausbesserungswerkzeugen. „Flecken entfernen“ zum Beispiel bietet zum Schluss nochmal eine gezielte Anpassungsfunktion, die Photoshop nicht hätte.
Geradezu magisch finde ich das Tool RESTAURIEREN. Dieses scheint oft zu wissen, was ich will: hier nur Tonwerte korrigieren, dort eine Hautunreinheit, aber so, dass die Struktur zur Umgebung stimmt. Bei zu hohen Strukturkontrasten genau eine Stufe runtergehen – es lassen sich auch kleine zu hoch angesetzte Spitzlichter restaurieren usw usw
Hier würde mich euer Statment brenned interessieren.
Auch Ratschläge, diese Werkzeuge DIFFERENZIERT zu benutzen. Selbstkritisch gesehen könnte ein Anfänger wie ich dazu verführt werden, nur noch mit „Restaurieren“ zu arbeiten. Da ist eine rechtzeitige Korrektur von Leuten, die sich besser auskennen, bestümmt angesagt!
Gruß George
Hallo Georg,
danke Dir für die ergänzenden Infos.
Wir sind gerade selber noch in Affinity-Eingewöhungsphase. Da neben den vielen anderen projekt- und kundenbezogenen Arbeiten, die tägliche Arbeit mit Lightroom und Photoshop für sich schon viel Raum ein nimmt, läuft das Arbeiten und Testen von Affinity Photo noch nebenbei. Aber auch wir entdecken stetig Neus und Spannendes.
Sobald wir ausreichend Erfahrung gesammelt haben, gibt es (hoffentlich bald) auch Tipps&Tricks und wasserdichte Infos zu Affinity Photo, die wir dann guten Gewissens in die Öffentlichtkeit entlassen können.
Über Ideen und Anregungen freuen wir uns unterdessen immer sehr. Wenn Du schon interessante Infos und Tipps zu Affinity Photo hast, freuen wir uns sehr auf Deine Beiträge hier auf dem RAW Blog, die wir sehr gerne als Gastbeiträge veröffentlichen.
Interesse?
Viele Grüße
Thomas
Danke herzlich für diese Info, das werde ich mir gleich besorgen!!
Hallo Thomas Hinz, ich warte mit Spannung Ihre Erfahrungen mit Affinity Foto auf Tutorials zu finden. Bin sehr angetan von Ihren unbeschwert interessant vorgetragenen Fototipps und tricks.
Komme vom Film und langjähriger Fotografie bin hocherfreut über soviel kluge Informationen.
Danke dibö
Sagen Sie bitte wann und wo ich was zu Affiinity Foto finde.